Drastische Folgen falscher politischer Weichenstellungen
Der DLRG Landesverband Sachsen e.V. kritisiert die geplante Streichung bzw. drastische Einschränkung des Schwimmunterrichts an 33 weiterführenden Leipziger Schulen ab dem Schuljahr 2026/27 in aller Deutlichkeit. Die Entscheidung der Verantwortlichen ist nicht nur kurzsichtig, sondern stellt ein Versagen in der Bildungs- und Sicherheitspolitik dar. „Wer beim Schwimmunterricht spart, spart an der Sicherheit unserer Kinder – das ist politisch verantwortungslos“, so Präsident Andreas Lorenczat.
Geschäftsführer Sebastian Knabe weiter dazu: „Auch wenn die aktuelle Lage der kommunalen Haushalte angespannt ist, rechtfertigt die aktuelle Rotstiftpolitik mancher Kommunen nicht im Geringsten einen derartigen Sparkurs zu Lasten der Sicherheit unseres Nachwuchses.“ Wer aus Kostengründen den Schwimmunterricht zurückfährt, nimmt bewusst in Kauf, dass mehr Kinder und Jugendliche nicht sicher schwimmen können – mit potenziell lebensgefährlichen Folgen. Angesichts bereits steigender Zahlen unsicherer Schwimmer und Nichtschwimmer in Sachsen ist diese Entscheidung fachlich nicht zu rechtfertigen und unverantwortlich.
Sicher Schwimmen können ist kein Privileg, sondern die Erfüllung des Grundbedürfnisses nach Sicherheit.
Schwimmen ist eine grundlegende Kulturtechnik und Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Der Staat hat die Pflicht, allen Kindern unabhängig von Herkunft und sozialem Hintergrund den Zugang zum Schwimmenlernen zu ermöglichen. Dieser Verantwortung wird man mit den aktuellen Plänen nicht gerecht.
Der DLRG Landesverband Sachsen e.V. fordert daher:
- die sofortige Rücknahme der geplanten Kürzungen,
- eine verbindliche Sicherstellung des Schwimmunterrichts in allen Schulformen und Klassenstufen sowie
- ein landesweit abgestimmtes Konzept zur nachhaltigen Stärkung der Schwimmausbildung.
Die derartige Verantwortung darf nicht ausschließlich auf Eltern oder ehrenamtliche Strukturen abgewälzt werden. Ehrenamt kann staatliches Versagen nicht kompensieren. Die Entscheidung der Stadt Leipzig sendet ein fatales Signal weit über die Region hinaus: Wenn selbst grundlegende Sicherheitskompetenzen zur Disposition stehen, wird der Bildungsauftrag ausgehöhlt. Dies untergräbt das Vertrauen in staatliches Handeln. Der DLRG Landesverband Sachsen e.V. erwartet von der Politik auf kommunaler und Landesebene ein sofortiges Umsteuern. Es braucht keine weiteren Prüfaufträge, sondern entschlossenes Handeln.
Wer heute beim Schwimmunterricht spart, zahlt morgen mit der Sicherheit von Menschenleben.
Medienkontakt: Sebastian Knabe - Landesgeschäftsführer des DLRG Landesverband Sachsen e.V. - Tel.: 0351-3160903 - Bremer Straße 10c, 01067 Dresden



